Reeperbahn Festival – Meine 3 Highlights

Reeperbahn Festival

Hamburg ist Liebe, große Liebe! Seit 2008 führen wir eine sehr leidenschaftliche Beziehung wobei ich glaube, dass ich in unserer Fernbeziehung ein bisschen mehr liebe aber das ist mir eigentlich egal ;) Hamburg ist meine Perle und wenn ich die Chance bekomme der Hansestadt einen Besuch abzustatten, dann ist das immer ein bisschen wie Weihnachten. So auch vergangenes Wochenende, als ich das coolste Weihnachtsgeschenk, das 2014 unterm Baum lag, endlich einlösen durfte. Zwei Tickets für das Reeperbahnfestival, das heißt Musik, Großstadt und ganz viel Wiedersehen mit Freunden. Die beste Kombi wenn ihr mich fragt.

Logo_Reeperbahn_Festival_2014_neu Anders als andere Festivals ist das Reeperbahnfestival nicht auf einem großen dezentralen Gelände, sondern mitten auf St.Paulis Kiez und verteilt sich dort auf ca. 70 der ansässigen Clubs und Bars. Von Mittwoch bis Samstag kann man theoretisch mehrere hundert Konzerte, Kunstveranstaltungen oder Digitalkongresse besuchen. Praktisch jedoch schafft man leider nicht mehr als 4-5 Acts pro Tag und so muss man ganz genau abwägen was man sehen möchte. Die Reeperbahn App und ausgeklügelte Papierpläne helfen jedoch hervorragend bei der individuellen Festivalplanung. Ich habe mich schon die Wochen davor durch die offizielle Spotify Playlist gehört und mir, basierend auf meinem Musikgeschmack individuelle Empfehlungen von der App vorschlagen lassen. Heraus kam jede Menge Überforderung, denn ich wollte am liebsten alles sehen und am besten nichts verpassen, was jedoch organisatorisch ein unlösbares Problem darstellt. Also beschloss ich, mir ein paar Must-Sees in den Festival Kalender zu schreiben und mich in der übrigen Zeit treiben zu lassen und Neues zu entdecken. Das ist bei der Mischung aus bekannten Acts und Newcomer-Bands auch gar nicht mal so schwer.

Hier sind meine drei persönlichen Highlights des 10. Reeperbahnfestivals:

1. The Franklin Electric

Ich kannte diese Band nicht und bin zufällig auf dem Konzert gelandet. Ein super Zufall, denn ich würde heute sagen, dass dieser Auftritt der vier Jungs mein musikalisches Highlight des Reeperbahn Festivals war. Ich bin kein Musikredakteur und kann kaum mehr sagen, als dass es sich um Alternativ, Folk, Indiepop aus Montreal handelt der vielleicht noch am ehesten mit einer Mischung aus Coldplay und Mumford & Sons zu vergleichen ist. Ich fand’s einmalig und kann nur sehr empfehlen hier rein zu hören.

2. William Fitzsimmons

William Fitzsimmons ist amerikanischer Singer Songwriter, den ich bereits von einem Konzert im Karlsruher Substage kannte und dessen Songs so sehr unter die Haut gehen. Dieser Auftritt war also ein Must-See in Hamburg und die Krönung war die Location. Denn das Wahrzeichen, der Hamburger Michel, war dieses Jahr ebenfalls als Location gelistet. Ein unfassbarer Gänsehautmoment als William Fitzsimmons da, einzig mit seiner Gitarre, auf dem Altar der unfassbar hübschen Kirche sitzt und seine emotionalen Lieder singt. Da wird die wildeste Partynacht plötzlich zum Moment, in dem man lieber innehält.

Auch hier solltet ihr unbedingt reinhören, falls nicht schon längst geschehen.

3. Mac DeMarco

Auch über diesen Kanadier wusste ich recht wenig und erhielt die Empfehlung von meinem musikaffinen Freund Pascal. Mac DeMarco habe ich das erste mal auf seinem ziemlich skurrilen Instagram Kanal gesehen und war folglich auf alles vorbereitet. Und wie erwartet, wurde ich Zeuge einer noch skurrileren Bühnenshow mit viel Stagediving und Spucke. Aber, und das ist ohne Zweifel anzuerkennen, auch von hervorragenden Musikern, die gegen jede Vermutung, sehr angenehme und fast schon „seichte“ Musik machen. Perfekt für einen Tag Zuhause, untermalt von sehr individuellen „Jizz Jazz“-Klängen. Auch hier solltet ihr reinhören:

Ich freue mich falls ich euch etwas Neues empfehlen konnte :) Falls ihr auch tolle Musik für mich habt, dann postet sie gerne in die Kommentare!

#InHamburgSagtManTschüss

Mira

Immer unterwegs, selten alleine, die Welt und das www sind mein Zuhause, black is my happy color, ich liebe Interior Design und gutes Essen, brenne für Spaziergänge über den Flohmarkt und meinen Job als Marketing-Strategin.

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