London is always a good idea

Fernweh. Einfach mal raus hier, eine kurze Alltagspause einlegen und dabei andere Orte entdecken, um die Akkus aufzuladen und die Inspiration anzukurbeln. Ein langes Wochenende in einer pulsierenden Metropole hilft da oft mehr als ein langer Strandurlaub. Für Maren und mich ging es Anfang Mai für knapp vier Tage in die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs: LONDON.

London is always a good idea

Für mich war es das erste Mal und um gleich den Spoiler vorweg zu nehmen, sicher nicht das letzte Mal, dass ich der Queen einen Besuch abstatte. Wir haben im Vorfeld viele tolle Tipps von einer echten Local erhalten und wie immer waren knapp vier Tage natürlich viel zu kurz, um alle empfohlenen Highlights zu entdecken.

Wie man sie trotzdem sinnvoll nutzen kann – ohne viel Geld für das übliche Touriprogramm loszuwerden – möchte ich euch an unserem Reisebericht zeigen:

Tag 1: Hello London, nice to meet you!
Was dem Hamburger seine Schanze, dem Berliner sein F-Hain, das ist dem Londoner sein Shoreditch. Der einst arme Stadtteil liegt im East End und ist heute der Kiez der Kreativen, Designliebhaber und Modefans. Mein Herz macht noch heute Luftsprünge beim Gedanken an all die hübschen Cafés, die bunte Streetart, die ausgefallenen Shops und natürlich die Londoner Unikate, denen man zu jeder Uhrzeit auf der Straße begegnet. Unser Zuhause für die nächsten vier Tage.

Tunnel Graffiti
Pattern House
Streetart
Adore and Endure

Nachdem wir in unserem Hotel „The Hoxton“ eingecheckt haben (übrigens ein wahrer Volltreffer!), ging unsere Ersterkundung los. Auf der Suche nach Abendessen landeten wir auf dem Old Spital Field Market. Sieben Tage die Woche geöffnet, ist dieser zu jeder Tageszeit einen Besuch wert. Von leckeren Köstlichkeiten bis hin zu fantastischen Shopping-Möglichkeiten ist hier für jeden etwas dabei.

The Hoxton Corporate Design
The Hoxton Zimmer

Tag 2: London, you taste delicious!
Einen Hox-Lunchbag später befinden wir uns auf dem Weg zum Piccadilly Circus und müssen auf dem Weg dahin noch einmal einen Zwischenstop einlegen. Das zuckersüße Brunch-Café „Trade“ auf der Commercial Street zieht uns geradewegs zu sich hinein. Wir sind begeistert von Detox-Smoothies und frisch getoastetem Sauerteigbrot, belegt mit Avocado-Limetten-Feta-Mus, garniert mit roten Chillies und gegrillter Chorizo Wurst. #delicious! Aber auch die Süßspeißen sind kaum zu ignorieren.

Coffee and Brunch
Willkommen im Trade
Maren im Trade
Counter im Trade
Cookies und Brownies Cakes und Sandwichies

Am flimmernden Piccadilly Circus angekommen, beschließen wir zwei Dinge:
1. Es ist alles viel kleiner als im Fernsehen und 2. Wir wollen schnell weg von all den Tourimassen. Da vier Tage London nicht ausreichen, um annähernd einen Überblick zu bekommen, hüpfen wir in einen der roten Doppeldecker und lassen diese monumentale Stadt auf uns wirken. Im Stadtteil Chelsea zieht es uns jedoch wieder nach draußen auf die eigenen Füße und wir werden von einem Potpourri feinster Gerüche angezogen. Wir lassen uns treiben und landen schließlich auf dem Fine Food Market am Duke of York Square, gleich bei der Saatchi Gallery. Stilecht Fish & Chips aus der Papiertüte gefolgt von Limonentörtchen und Himbeer-Schokoladenbrownie. #geschmacksexplosion
Alles ist handgemacht und lokal produziert – frisch natürlich obendrein. Jeden Samstag von 10–16 Uhr ist der OpenAir-Foodmarket geöffnet.

Piccadilly Circus
Mira und Maren am Piccadilly Circus
Fish and Chips
Fine Food Market

Den Verdauungsspaziergang macht ihr am Besten über die Kings Road. Vorbei an vielen ausgewählten Läden, erhascht ihr in Seitenstraßen den Blick auf die begehrenswerten Wohnviertel Londons.

Pastellfarbene Häuser in Chelsea
Wohngegend in Chelsea

Tag 3: It’s all about shopping!
Der frühe Vogel will dahin, wo die Locals sind und so zieht es uns zum Brick Lane Market. Passend zur hippen Gegend im East End ist dieser Markt ein bunter Mix aus Antiquitäten-Flohmarkt, Jungdesignern, die ihre handgemachten Produkte ausstellen und natürlich Foodmarket mit Köstlichkeiten aus aller Herren Länder. Probieren sollte man soviel man kann, aber wer es auf die Brick Lane geschafft hat, sollte unbedingt Platz für einen Bagel von „Brick Lane Beigel Bake“ lassen. Ofenfrische Bagel ziehen hier 24/7 an 365 Tagen im Jahr Menschen an, die für das Kultgebäck bis auf die Straße Schlange stehen. Ich empfehle Thunfisch.
Tschüss Kleinkunst, hallo Oxfordstreet. Wir ziehen weiter. Einmal in London sollte man natürlich auch eine Shoppingtour über die größte Einkaufsstraße Europas nicht auslassen. Luxus, Fashion, Brands und Touristen soweit das Auge reicht. Letzteres blenden wir auf Beutejagd aus und finden herrliche Geschäfte, die man vor der eigenen Haustür (Karlsruhe!) bislang vergeblich sucht: Urban Outfitters, Jo Malone, Roads, Office u.v.m.

Maren bei Roads
Maren und Mira auf der Oxfordstreet
Jo Malone

Nach einem solch eindrucksstarkem Tag ist es keine Schande, den Abend im Hotel eigenen Bar/Restaurant ausklingen zu lassen. The Hoxton Grill scheint dafür prädestiniert, denn die hohe Anzahl and Einheimischen spricht hier ganz klar für Qualität und Location. Da kann man dann auch mal über einem 13 € Gin Tonic die Zeit vergessen und die Londoner bei ihrer Abendgestaltung beobachten.

Tag 4: Time to say goodbye – for now!
Was uns bleibt ist ein sensationell leckeres Frühstück im attendant auf der 74 Great Eastern Street. Dieser Laden ist der zweite seiner Art und ist erst seit kurzem in Shoreditch eröffnet worden. Mein Interior-Design Herz schlug bereits bei der Außenansicht höher und wurde innen nicht enttäuscht. Ganz wunderbar sind die Details. Die Auswahl an frischen Backwaren, Törtchen und deftigen Frühstücksangeboten ist kulinarisch ein Volltreffer und macht schon beim Essen ein gutes Gewissen. Ein Laden, den ich euch sehr ans Herz legen kann.

Aufbruch – ein weinendes Auge und die Heimreise beginnt.

Attendant Front
Grüne Oase im attendant
Attendant Bar

Counter im attendant

Teatime im attendant
Sitzecke im attendant

The upshot:
Wäre ich noch einmal jung, so richtig meine ich, dann würde ich alle Hebel in Bewegung setzen, um beispielsweise ein Auslandsemester oder Praktikum in London zu absolvieren. Zu sehr bin ich von dieser pulsierenden, bunten, lebhaften und doch so entspannten Stadt und ihren Einwohnern begeistert. Wer noch nicht dort war, sollte das unbedingt einplanen.

Ihr habt euren Trip nach London schon geplant und seid noch auf der Suche nach wertvollen (Insider-)Tipps? Ich habe hier ein paar für euch zusammen getragen:

Reisevorbereitung
Im Internet findet ihr viele tolle Reiseblogs. Wer es aber lieber in gedruckter Form in den Händen hält, um sich damit im Flieger die Zeit zu vertreiben, dem empfehle ich den 100% Cityguide London inkl. App. Passt in jede Tasche und macht sich anschließend als Reise-Trophäe gut im Bücherregal.
Reisedauer
Länger ist immer besser :) Aber wer London gerecht werden will, der sollte versuchen mindestens vier ganze Tage vor Ort zu sein. Wenn ich das nächste Mal buche, dann ganz sicher länger. 
Fortbewegung
Vom Flughafen Stansted aus werden euch viele Möglichkeiten angeboten, um in die Innenstadt zu kommen. Wer stressfrei und 100 % pünktlich im Zentrum ankommen möchte, dem empfehle ich den Stansted Express. Wer online vorbucht und mit einer Begleitperson reist, der kann das WebDuo Ticket wählen und dabei ordentlich sparen. (Abfahrtszeit ist immer flexibel und ein Zug fährt ca. alle 15 Minuten!).

Innerhalb des Zentrums  nimmt man am besten die Tube. Ein hervorragendes Netz bringt euch zügig überall hin. Bei eurer Ankunft solltet ihr euch dafür die Oyster Card zulegen. Eine Prepaid Karte, mit der man pro Fahrt nur das bezahlt, was man wirklich verbraucht und obendrein vergünstigte Fahrtkosten hat. Am Ende des Aufenthaltes gibt man sie zurück und erhält das restliche Guthaben wieder. 

Shopping
Shopping macht überall Spaß – wenn der Preis stimmt. London ist teuer, das ist kein Geheimnis. Mein Tipp: Konzentriert euch auf Läden, die es vor eurer Haustür nicht gibt. Denn H&M, Zara und Co. mögen zwar einladend sein, der Preis ist jedoch 1 zu 1 von Euro in Pfund gewandelt. Das tut weh im Geldbeutel und ist bei dem Umrechnungskurs unnötig.
Essen
Wer glaubt, London hat keine Esskultur und alles triefe vor Fett und britisch Cuisine, der muss wohl mit Vorurteilen aufräumen. Ich habe selten so gut, ausgewogen und vielfältig gegessen wie in dieser Stadt. Natürlich etwas teurer als Zuhause, aber die Qualität war es allemal wert. Also geht rein in die süßen Cafés, Bars und fancy Restaurants.
Mira

Immer unterwegs, selten alleine, die Welt und das www sind mein Zuhause, black is my happy color, ich liebe Interior Design und gutes Essen, brenne für Spaziergänge über den Flohmarkt und meinen Job als Marketing-Strategin.

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