Chillen auf der Sonneninsel Hvar, Kroatien

Vergangenes Jahr verbrachten Mira und ich acht wunderbare Tage auf dem zauberhaften kroatischen Eiland Hvar. Während unseres Aufenthalts residierten wir in Vrisnik im entzückenden kleinen Steinhäuschen der Familie Miličević, das mit viel Liebe zum Detail eingerichtet wurde. Der Schatten spendende stattliche Feigenbaum am Treppenaufgang, die großzügige Terrasse mit Blick aufs nahe Gebirge und die vielen tierischen Nachbarn – von meckernden Ziegen über maunzende Katzen bis hin zu einer wandelnden Flohkiste in Hundedamengestalt – machten es uns leicht, uns in der ent-digitalisierten Zone der Insel-Walachei wohl und aufgehoben zu fühlen.

Vrisnik, Hvar, Kroatien
Vrisnik, Hvar, Kroatien
Vrisnik, Hvar, Kroatien

Unsere Tage waren meist unaufgeregt, sieht man von den höchst abenteuerlustigen Autofahrten einmal ab. Denn täglich klapperten wir mit einem Yugo, einem echten Kackhaufen von Auto, über viel zu enge Straßen und heizten mit risikofreudigem Affenzahn durch einen aus dem puren Fels geklopften Einbahntunnel. Wir tuckerten auf haarscharfen Serpentinen den Berg hinab und schaukelten schließlich über die steilsten und holprigsten Schotterpisten unserem erklärten Lieblingsstrand entgegen: Zavala Beach. Ein echter Traum von einem Kiesstrand – nicht zu stark frequentiert, mit kleinen Felsvorsprüngen und Wildwuchs, die gemeinsam vor allzu neugierigen Blicken schützten.

Hier also aalten wir uns in der Sonne, schnatterten aufgeregt oder schwiegen andächtig, um uns vom leisen Blubbern des Meeres einlullen zu lassen. Wir sammelten Muscheln und ausgewaschene Steine, planschten vergnügt im kristallklaren Salzwasser und ließen uns auf Luftmatratze und Schwimmring von den Wellen einfach mal ein Weilchen treiben. In der nahegelegenen Terra Nova Beach Cocktailbar, gönnten wir uns nachmittags eiskalte Erfrischungen, schickten dann und wann übers free Wi-Fi kurze Lebenszeichen nach Hause und ließen den Blick über das weitläufige, im Sonnenlicht glitzernde Meer schweifen.

Unsere Abende gestalteten sich aufgrund unserer hungrigen Bäuche abwechslungsreicher. Wir kosteten kroatische Küche in der Konoba Vrisnik (in Vrisnik), verschlangen Riesen-Pizzen und Schoko-Pfannkuchen in der Konoba Bogo (in Vrbanj), liefen uns bei der Suche nach Cevapcici in der Hafenstadt Hvar die Füße platt (keinen Schimmer in welchem Restaurant wir da letztlich gelandet sind) und bekamen bei Me and Mrs Jones (Konoba Napoleon in Jelsa) das weltbeste Dessert von einem großzügigen Gönner spendiert.

Anlässlich meines Geburtstags durchbrachen wir unser Urlaubsroutine. Mit dem Yugo ruckelten wir morgens nach Hvar und weiter mit einem Taxi-Bötchen zur Insel Stipanska. Hier ließen wir es uns am Carpe Diem Beach mit gleichnamiger Beach Bar so richtig gut gehen. Eine hippe Location, deren Flair und Style mich stark an Ibiza erinnerten. Am Abend flanierten wir durch das pulsierende Herz der Hafenstadt Hvar mit all ihren verwunschenen Gässchen und zuckersüßen Kruschtel-Lädchen und zur Krönung des Tages ließen wir uns leckeres Seafood im Restaurant Luna schmecken.

Carpe Diem Beach Bar, Stipanska, Kroatien
Vrisnik, Hvar, Kroatien
Restaurant Luna, Hvar, Kroatien

Die acht Tage auf der kroatischen Sonneninsel vergingen trotz zelebrierter Langsamkeit wie im Flug. So fiel uns der Abschied vom zauberhaften Fleckchen Erde, an dem wir eine so herrlich entspannte Zeit verbracht hatten, alles andere als leicht. Wir wären zu gerne noch länger dort geblieben …

Dieser Text wurde von Tina geschrieben. Mehr von ihr erfährst du auf textanit.de

Mira

Immer unterwegs, selten alleine, die Welt und das www sind mein Zuhause, black is my happy color, ich liebe Interior Design und gutes Essen, brenne für Spaziergänge über den Flohmarkt und meinen Job als Marketing-Strategin.

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