4 Wochen Neuseeland:
Alles was ihr wissen müsst.

Endlich komme ich dazu, meine Reise durch dieses tolle Land erneut zu durchleben. Zumindest digital – in Wort und Bild – und ich freue mich darauf, euch mitzunehmen. Wie bereits in meinem ersten Artikel angekündigt, habe ich mir 4 Wochen Auszeit in Neuseeland gegönnt und dies noch keine Sekunde bereut. Im Gegenteil: Der Wechsel von Ort und Zeit kann so befreiend und inspirierend sein. Für manche Menschen, die mit dem Travel-Gen, ist das regelmäßige Ausbrechen aus dem Alltag und das Erkunden neuer Länder nahezu lebensnotwendig. Zu dieser Gruppe Mensch zähle ich mich.

Die Welt ist groß und wartet darauf entdeckt zu werden.

Und außerdem ist Heimkommen immer wieder wunderschön. Wenn man nach einer Reise wieder in die eigenen 4 Wände kommt, zu schätzen lernt was man hat und wie schön es ist, wenn man all seine Freunde und Familie wieder um sich haben kann. Genauso unbezahlbar wie Aufwachen an einem unbekannten Ort, der neue Gerüche und Geschmäcker bereit hält, Uhren unnötig macht und neue Menschen in dein Leben bringt.

In meiner kleinen Serie zu Neuseeland möchte ich euch genau dahin mitnehmen. An diesen Ort, ganz da unten auf der anderen Seite der Kugel, wo die Zeitrechnung beginnt und die Sonne zu aller erst aufgeht.

Abflug

Die Facts

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4 Wochen Reisezeit
Neuseeland ist kein riesiges Land, aber es hat gigantisch viel zu bieten. Es ist ein Ort der Superlative und die Natur, die Farben, die Menschen haben einfach so viele Facetten, dass ihr euch Zeit nehmen müsst. 4 Wochen sind aus Erfahrung ein Minimum, wenn ihr beide Inseln bereisen wollt. In 4 Wochen bekommt ihr einen tollen Überblick und habt auch mal Zeit anzuhalten und zu genießen. Ihr solltet der Südinsel auch ein paar Tage mehr widmen als der Nordinsel. Man sagt ihr nach, die Imposantere zu sein wobei ich der Nordinsel einfach nichts absprechen möchte. Was aber sicher ist: Durch all die Berge sind die Wege und Pässe einfach länger und ihr müsst mehr Fahrtzeit einrechnen. Je länger ihr bleiben könnt, umso besser ist es natürlich – wie immer ;)
Campervan als Fortbewegungsmittel
Neuseeland ist prädestiniert für einen Roadtrip. Am günstigsten und authentischsten kommt ihr dabei wohl mit einem Campervan weg. Fortbewegungsmittel, Küche und Bett in einem… spitze! In Neuseeland ist man auf diese Art von Touristen eingestellt und so gibt es überall Stellplätze für wenig bis gar kein Geld. Wichtig ist hierfür nur, dass ihr einen „Fully Self Contained“ Van mietet, denn nur Selbstversorgerfahrzeuge dürfen auf ausnahmslos jedem Freedom-Campingplatz rasten. Wer hin und wieder auf seinen Luxus nicht verzichten will, kann auch auf großen Campingplätzen mit warmen Duschen und WiFi unterkommen. Wir haben unseren Campervan bei der Firma Happy Campers gemietet. Die Modelle dort sind recht unterschiedlich und wir waren mit unserem „weitestgehend“ zufrieden. Würden beim nächsten mal aber lieber frühzeitig bei Wendekreisen buchen.
Knapp 4000€ Budget
Eine Reise von diesem Format ist wahrlich kein Schnäppchen und es ist auch nicht selbstverständlich so lange Urlaub zu bekommen aber wir konnten uns diesen Wunsch erfüllen und sind sehr dankbar dafür. Ich würde behaupten, wir haben Neuseeland sehr „leger“ bereist. Gespart wo es ging aber dennoch nicht verzichtet – wenn man schon mal dort ist ;) Haben häufig Pasta gegessen und sind auch mal ohne Dusche ausgekommen. Dennoch, für einen Flug müsst ihr bereits 1000 € einrechnen. Hinzu kommt der Camper und Sprit und gelegentlich Kosten für Übernachtung auf Campingplätzen (weil Strom oder eine Wäsche nötig sind…). Lebensmittel, die Fähre und zum Abschluss ein Inlandsflug sind ebenfalls fixe Kosten.  Ganz zu schweigen von Eintrittsgeldern, denn für diese Erlebnisse ist man ja schließlich so weit gereist. Alles in allem fallen so für 4 Wochen ca. 4000€ p.P. an, was je nach Einstellung und Buchungszeitraum sicherlich variieren kann. 

Die Route

Tipps

Ein paar Dinge, die ich euch empfehlen kann:

Bucht frühzeitig
Ja, das habt ihr euch sicherlich gedacht aber es ist wirklich ein ernst gemeinter Tipp. Vom internationalen Flug mal abgesehen, benötigt ihr ein Ticket für die Fähre und einen Inlandsflug. Gerade um die Hauptreisezeit (Dez-Jan) ist alleine das Ergattern eines Tickets für die Überfahrt Glücksache, denn gerade um die Weihnachtszeit verreisen auch die Neuseeländer selbst gerne in ihrem eigenen Land. Legt also am besten vor Reiseantritt fest, wann ihr übersetzen wollt und wo ihr um die Weihnachtszeit schlafen wollt. Fähre und Campingplätze sind in der Busy-Season schlichtweg ausgebucht. Eure Zeit dort ist kostbar und limitiert und ihr wollt ja nicht, dass diese Tatsache eurer Reiseplanung einen Strich durch die Rechnung macht.
Ladet euch hilfreiche Apps
Ihr begebt euch auf einen Roadtrip? Die wichtigste App die ihr haben solltet lautet:  Camper Mate. Sie verrät euch so ziemlich alles was ihr wissen müsst. Vom nächsten Campingplatz, der nächsten heißen Dusche, Toilette, Sehenswürdigkeit, Restaurant, Tankstelle und und und. Das ist der „MacGyver“ des Neuseeland-Backpackers und sollte unbedingt auf deinem Handy installiert sein. Mein Tipp wäre außerdem: Lade die eine App mit der du offline durchs Land navigieren kannst. Spart dir Geld für ein Navi vom Autovermieter und funktioniert offline, falls Google Maps mal versagt.
Kauft euch eine SIM Karte
4 Wochen sind eine lange Zeit in der ihr mit Sicherheit vieles vorbuchen, reservieren oder erfragen wollt und der Familie daheim auch mal bescheid geben wollt, dass es euch gut geht. Dafür lohnt sich eine SIM Karte für das mobile Netz in Neuseeland. Es gibt tolle Angebote für Traveler, die nur eine begrenzte Zeit im Land sind und keinen Vertrag abschließen wollen. Wir haben uns gleich am Flughafen eine Prepaid Karte von Vodafone besorgt und dies nicht bereut. Für 50 Dollar bekommt ihr eine Karte mit 3 GB Datenvolumen, 200 internationale Freiminuten und 200 Frei SMS, ebenfalls international. Das Handy solltet ihr selbstverständlich von daheim mitbringen.
Schützt euch
Vor Sonne und Insekten. Ich durfte viel Reisen in meinem Leben und bin Sonnenanbeterin, aber nirgends auf der Welt habe ich so eine intensive Sonne erlebt wie in Neuseeland. Dort unten fehlt jegliche Ozonschicht und somit ist eure Haut permanent den UV Strahlen ausgesetzt. Habt immer eine Sonnencreme dabei und geizt nicht mit Sonnenschutzfaktor. Ähnliches gilt für Insektenschutzmittel. Die größte Plage sind Sandfliegen und Mosquitos und glaubt mir eines: Das Jucken ist hartnäckig und lästig und macht einfach keinen Spaß.
Haltet Ausschau nach den iSite Visitor Centern
Neuseeland ist super erschlossen und trotzdem fühlt man sich wie ein echter Abenteurer. Es gibt soviel zu sehen, dass man schnell den Überblick verliert. Eine tolle Erfindung ist das einheitliche Leitsystem für Traveler. Bereits vorab im Web ist alles super übersichtlich aufbereitet und wenn ihr erst an einem Ort ankommt, egal ob Dorf, Städtchen oder Großstadt, findet ihr ein iSite Visitor Centre. Dort bekommt ihr alle Infos, Karten und Insidertipps zur jeweiligen Region. Uns hat es immer sehr geholfen.

Weitere Tipps erhaltet ihr im ausführlichen Reisebericht zur jeweiligen Insel.

Spoiler

Manches lief anders als wir es geplant hatten. Aber genau das macht es doch aus oder? Das ist doch das wahre Glück des Reisenden, oder etwa nicht? So gab es für uns weder einen Stop beim Milford Sound noch eine Begegnung mit wilden Pinguinen. Wobei mir letzteres immer noch schwer zu schaffen macht ;)

Was wir dafür aber alles erleben durften, welche Orte ihr unbedingt anfahren solltet und wo man komfortable übernachten kann, will ich euch in meinem Reisebericht „Teil 1: Die Nordinsel“ zeigen.

Viel Spaß beim Lesen! Und wie immer gilt: Wer weitere Tipps hat und etwas ergänzen will, der darf sehr gerne die Kommentare dafür nutzen. Freue mich von euren Erlebnissen zu hören :)

Teil 1: Die Nordinsel

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Mira

Immer unterwegs, selten alleine, die Welt und das www sind mein Zuhause, black is my happy color, ich liebe Interior Design und gutes Essen, brenne für Spaziergänge über den Flohmarkt und meinen Job als Marketing-Strategin.

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